Die neue DM7080 im Vergleich zur DM7020HD

Zumindest optisch ist der Vergleich zwischen der DM7020HD und dem neuen Flaggschiff von Dream Multimedia, DM7080, sehr naheliegend. Daher haben wir uns mal die Gemeinsamkeiten und Unterschiede hier etwas genauer angeschaut. 


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Im ersten Schritt haben wir beide Dreamboxen schlicht nebeneinander gestellt um offensichtliche und weniger offensichtliche Unterschiede hervorzuheben.

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Zunächst ist es relativ eindeutig, dass beide Dreamboxen von den Maßen absolut identisch sind — zumindest die Version, die uns freundlicherweise von Dream zur Verfügung gestellt wurde. Sowohl Höhe, Tiefe als auch Länge der DM7080 entspricht denen der DM7020HD. Daher sei an dieser Stelle auch angemerkt, dass die DM7080 im Vergleich zu ihrem Quasi-Vorgänger, der DM8000, doch kleiner ist, wenn auch nur ein wenig.

Unterschiede werden jedoch deutlich, wenn wir uns die Verbauten Materialien anschauen.

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Vielleicht ist es auf dem ersten Bild bereits aufgefallen, hier wird es jedoch etwas deutlicher. Bei DM7020HD, die auf der DM7080 steht, hat deutlich glänzendere Materialien verbaut. Ist die Reflexion von mir und der Kamera auf der DM7020HD deutlich sichtbar, lässt sich im Vergleich ziemlich gut erkennen, dass die DM7080 matte Materialien verbaut hat. Dies trifft nicht nur auf die Frontpartie zu, sondern auch auf den Deckel.

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Der Unterschied lässt sich auf „erfühlen“. Die verwendeten Materialien sind nicht nur matt, sondern scheinen eine fühlbare Textur zu haben. Zusammengenommen macht das einen hochwertigeren Eindruck, und die geringeren Reflexionen in der Front der DM7080 sind ebenfalls ziemlich angenehm.

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Farblich hat sich übrigens nichts geändert. Zwar mag es auf den Bildern aussehen, als sei die DM7080 mehr grau als schwarz. Jedoch  ist das nicht der Fall — Dream ist hier farbtreu geblieben und führt die Tradition glücklicherweise weiter.

Auf dem folgenden Bild wird es vielleicht noch ein wenig deutlicher.

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Hier lässt sich ganz gut erkennen, dass beide Dreamboxen wirklich identische Abmessungen haben. Auch im Inneren gibt es daher ebenfalls Platz für eine 3,5“ Festplatte, die auf die gleiche Art und Weise eingebaut und befestigt wird.

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Ein wenig spannender wird es, wenn wir uns die Rückseite der beiden Dreamboxen ein wenig genauer anschauen.

Eine Veränderung fällt wahrscheinlich gleich auf den ersten Blick auf: Der Scart-Anschluss ist Geschichte! Doch dies sollte auch nicht weiter schlimm sein, schließlich gibt es in diesem Fall nicht nur einen HDMI-Ausgang, sondern auch einen HDMI-Eingang. Es ist derzeit noch nicht ganz klar, ob der Eingang nur zum Durchschleifen eingesetzt werden kann, oder ob auch Aufnahmen möglich sind. Wir werden das weiter beobachten. Derzeit gibt es jedoch noch keine entsprechende Funktion im neuen Enigma2.

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Eine Weitere Veränderung wurde vorgenommen, die nicht unbeachtet bleiben sollte. Der eSATA-Anschluss der DM7020HD wurde durch einen USB 3.0 Anschluss in der DM7080 ersetzt. Zwei weitere USB 2.0 Anschlüsse sind nach wie vor vorhanden. Zudem gibt es in der neuen Dreambox ebenfalls keinen analogen Audio-Ausgang mehr, wobei S/PDIF natürlich weiterhin vorhanden ist und ohnehin eine höhere Audioqualität liefern sollte, als der analoge Anschluss.

Interessant ist übrigens auch der Netzwerkanschluss. Bei der DM7080 handelt es sich nun erstmals um einen echten Gigabit-Anschluss. Sofern das Heimnetzwerk bereits auf Gigabit umgestellt wurde, wird hier eine deutliche Leistungssteigerung erreicht, was besonders beim Überspielen von Hochauflösenden Filmen sehr praktisch ist.

Neu ist neben dem dualen DVB-S2-Tuner, auf den wir bereits im vorherigen Artikel beschrieben haben, auch zwei weitere Tuner-Steckplätze sowie der SD-Kartenleser.

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Es gibt übrigens nicht nur einen USB 3.0 Anschluss, sondern gleich zwei. Der Zweite verbirgt sich unter der Klappe an der Front der Dreambox. Dort gibt es, wie schon bei der DM7020HD, zwei Smartcartreader.

Interessant wird es übrigens auch unter der Haube. Hatte die DM7020HD noch einen Flash-Speicher von 1 GB und 512 MB Arbeitsspeicher, wurde dies bei der DM7080 vervierfacht! 4 GB Flash-Speicher und 2 GB Arbeitsspeicher stellen nun die neue Messlatte dar. Natürlich entspricht das nun dem neuen Gigahertz-Prozessor, der weitere neue Features mitbringt. Dazu gehören die Möglichkeit, Live-Programme hardwareseitig transkodieren zu können. Zudem machen HbbTV und der Web-Browser nun wirklich Spaß. Der Geschwindigkeitsschub lässt sich im Vergleich zur DM7020HD und den anderen Dreamboxen sofort spüren und man möchte die neue Leistung nicht mehr missen.

Auf die softwareseitigen Neuerungen, neue Funktionen, die Umbauten von Engima2 und HbbTV werden wir in einem weiteren Artikel genauer betrachten.

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15 Gedanken zu „Die neue DM7080 im Vergleich zur DM7020HD“

  1. Was heisst hier „Sofern das Heimnetzwerk bereits auf Gigabit umgestellt wurde“ – bereits? Meine DM8000 ist das letzte Gerät im Netzwerk, dass nur 100MB/s kann. Tatsächlich ist die Netzwerkschnittstelle ein echter Flaschenhals. Ein HD-TV-Programm zu streamen und gleichzeitig einen HD-Film via NAS zu schauen kann durchaus zu Engpässen führen und ich freue mich, dass das offenbar nun (endlich!) gelöst ist. Ich persönlich fand das schon dazumal nicht gerade innovativ.

    Gibt es noch den CF-Slot wie bei der DM8000?

    Eine tabellarische Gegenüberstellung von DM7020, DM8000 und DM7080 fände ich übrigens nett. Danke!

    1. Einen CF-Slot gibt es keinen mehr. Wobei ich mich hier frage, wie viele das wirklich noch benutzen (oder jemals benutzt haben). Als Ersatz können hier SD-Karten dienen. Oder schlicht ein USB-Stick.

      Danke für den Vorschlag mit dem tabellarischen Vergleich. Das werden wir sicherlich bald in Angriff nehmen! 😉

  2. Wie schnell ist denn die Netzwerkschnittstelle wirklich? Welchen Durchsatz erreicht man beim Kopieren einer Aufnahme der internen Festplatte, über einen Gigabit-Router auf den PC (mit Gigabit-Schnittstelle)?

    Die VU Solo2 z.B. besitzt auch Gigabit-Lan, erreicht beim kopieren aber nur so ca. 45 MB/s. Wie ist das bei der Dreambox 7080? Erreicht die lediglich ähnliche Werte, oder kann man die Geschwindigkeit der Festplatte voll – oder zumindest fast Ausschöpfen und erreicht zwischen 80 – 100 MB/s? Das wäre mir z.B. sehr wichtig, wenn ich schon soviel Geld dafür ausgebe.

  3. Die Gigabit-Lan Geschwindigkeit sollte gegenüber der Solo2 -was ich gelesen habe- deutlich höher sein und zwischen 60-80MB/s liegen. Vieleicht kann das mmtux in weiteren Artikeln testen und bekanntgeben.

    1. Wir warten immer noch gespannt auf eure Ergebnisse bei der Geschwindigkeitsmessung der Netzwerkschnittstelle. Ihr wollt die doch nicht etwa unter den Tisch fallen lassen, weil sie nicht so berauschend ist?

      Wie gesagt, ne Solo2 kostet die Hälfte und hat auch fast alle Features. USB 3.0 und ein bisschen mehr Flashspeicher, sowie Ram rechtfertigen keine 300 Euro Aufpreis.

  4. > Im ersten Schritt haben wir beide Dreamboxen schlicht nebeneinander gestellt

    Das ist schlicht und ergreifend gelogen! Auf keinem einzigen Bild sieht man die beiden nebeneinander. Oder ist der Autor nicht nur unfähig, fehlerarm zu schreiben, sondern kapiert nicht mal, was er so absondert?

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