Die Hardware der DM7080 im Detail!

Bei der neuen DM7080 handelt es sich um das neue Flaggschiff von Dream Multimedia. Die neue Dreambox bringt eine ganze Reihe an Neuerungen und Verbesserungen mit, angefangen beim schnellen Prozessor als auch bei den Anschlüssen. 


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Erst heute wurde die offizielle Pressemitteilung von Dream über die neue DM7080 veröffentlicht. Daher schon vorweg: Die Dreambox wird ab Oktober im Handel verfügbar sein, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 619 Euro.
Wir haben uns die Dreambox bereits vorab ein wenig genauer angeschaut. In diesem Artikel gibt es einen Überblick über neue Funktionen sowie die Hardwareausstattung, die, bei genauerem Hinsehen, doch ein paar Überraschungen mit sich bringt.

Die Vorderseite der Dreambox erinnert sowohl vom Design als auch von der Größe an das “kleine” Schwestermodell, die DM7020HD. Doch was sich im inneren und dahinter verbirgt, setzt neue Standards und sicherlich auch eine hohe Latte für die Konkurrenz.

Im Inneren der Dreambox verbirgt sich, wie wir bereits berichtet hatten, eine Gigahertz-CPU der Firma Broadcom. Diese CPU bringt gleich mehrere interessante Neuerungen mit, von denen ich eine ganz besonders hervorheben möchte: Das Transkodieren von (hochauflösenden) Programmen in Echtzeit! Das ist insbesondere für Smartphone- und Tablet-Nutzer sehr interessant, da man so enorm viel Bandbreite sparen kann. Ist diese Funktion aktiviert, werden Programme automatisch herunter gerechnet und beispielsweise nicht mehr in ihrer vollen Auflösung gestreamt. Dies war vorher nicht möglich, da erst mit der DM7080 die Unterstützung auf Hardwareebene dazugekommen ist. Umwege über Muuta oder VLC sind demnach nicht mehr nötig — man spart einerseits viel Zeit beim Einrichten, andererseits ist ein zusätzlicher Server ebenfalls nicht mehr nötig!

Zudem bringt die neue Dual-Core-CPU einen deutlich spürbaren Geschwindigkeitsvorteil. Nicht nur die Bootzeit ist deutlich geringer, auch der Web-Browser und HbbTV machen jetzt erst richtig Spaß. Daran geholfen hat sicherlich auch der mit 2GB mehr als ausreichend dimensionierte Arbeitsspeicher. Auch am Flash-Speicher wurde übrigens nicht gespart: 4 GB sollten hier die endgültig Tools zur Flash-Erweiterung überflüssig machen.

Besonders interessant wird es erst recht, wenn man einen Blick auf die Rückseite der Dreambox wagt.

Zum einen erwartet uns hier ein dual DVB-S2 Tuner. Dieser ist fest verbaut und kann direkt genutzt werden. Es handelt sich hierbei, wie von anderen Dreambox-Modellen schon gewohnt, um einen steckbaren Tuner. Natürlich besteht jedoch die Möglichkeit, die Dreambox mit weiteren Plug-and-Play Tunern zu erweitern, beispielsweise um DVB-T oder -C nachzurüsten.

Direkt under den Tunern befindet sich ein SD-Card-Leser. Dieser könnte beispielsweise zum booten genutzt werden, falls man gerne mehrere Images durchprobiert. Auch als externes Speichermedium kann sich die SD-Card problemlos eignen — Fotos und Videos von der Kamera lassen sich so spielend einfach über die Dreambox anzeigen und abspielen. Fast direkt daneben befindet sich der Ethernet-Anschluss, bei dem es sich um einen Gigabit-Anschluss handelt. Das nützt natürlich nur was, wenn das lokale Netzwerk ebenfalls über einen einsprechenden Gigabit-Router oder Switch verfügt, bringt dann aber eine deutliche Leistungssteigerung mit sich!

Eine weitere Neuheit, die es bis dahin bei keinen Dreamboxen gab, ist der HDMI-Eingang. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn der Fernseher weniger HDMI-Anschlüsse bereit stellt, als Set-Top-Boxen oder Spielekonsolen im Haushalt vorhanden sind. Es lässt sich hierbei eine beliebige Box anschließen, es könnte sich dabei theoretisch auch um einen anderen Receiver handeln.

Neben den üblichen USB 2.0 Anschlüssen und dem digitalen Audioausgang gibt es die dritte Neuheit: Einen USB 3.0 Anschluss, ein weiterer befindet sich in der Front unter der Klappe. Das ist natürlich bestens für externe Speichermedien geeignet, beispielsweise für das Übertragen von Aufnahmen, das insbesondere bei großen Dateien nun ebenfalls deutlich schneller vonstatten gehen wird.

Bei der Software der Dreambox handelt es sich, wie auch bei den Vorgängern, ebenfalls um Enigma2, das um die entsprechenden Funktionen und Treiber erweitert wurde. Hierzu wird es aber in den nächsten Tagen und Wochen noch weitere, ausführliche Artikel geben!

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20 Gedanken zu „Die Hardware der DM7080 im Detail!“

  1. Ich bin seit mehr als 10 Jahren Dreambox User. Ich frag mich aber mittlerweile ob es noch einen Markt für Receiver gibt? Ich meine fast jeder neue TV hat ja bereits div. Tuner eingebaut. Und mit den div. SmartTV Funktionen sehe ich kaum noch Bedarf an externen Receivers. Ok aktuell gibt es sicher noch eine Menge TVs ohne Tuner aber die werden die nächsten Jahre aussterben. Wird also interessant wie sich das mittelfristig entwickelt. Als Dreammedia würde ich mir aber schon mal Gedanken machen.

    Bin selber unschlüssig ob ich in einen Receiver investiere od. gleich einen neuen TV.

    1. Nun ja, das ist so wie die Frage, ob es sich noch lohnt, Mercedes zu bauen, wo einen doch jedes Fahrrad auch von A nach B bringt 😉

      Wenn Du das sog. „SmartTV“ der Fernsehgeräte mal eine Weile zugemutet hast, beantwortet sich Deine Frage von ganz alleine. Das sieht zwar i.d.R. deutlich „hübscher“ aus, „performt“ aber miserabel und bietet nicht annähernd die Features der DM.

      Geile Sache mit der 7080! Preis ist m.M.n. auch völlig in Ordnung! Allerdings drängen sich mir noch folgende Fragen auf:

      1. DMM schreibt von 2 USB3.0-Anschlüssen, das Foto zeigt nur einen. Gibt es etwa vorne noch einen?

      2. SD-Slot ist ja schön, CF wäre aber besser. Was mich daran aber stört ist, daß der hinten ist! Damit ist die 7080 „um mal eben ein paar Fotos von SD-Card anzuschauen“ eher ungeeignet. Der hätte hinter die Frontklappe gehört (zusammen mit einem USB-Port)

      3. HDMI-Eingang ist natürlich eine Waffe! Frage: kann man Signale von diesem auch aufzeichnen wie jeden x-beliebigen TV-Sender oder kann man den nur „durchschleifen“?

      4. Transcoding ist natürlich stark! Frage: kann man die Box so konfigurieren, daß im LAN das Original-Signal gestreamt wird und via Internet das transkodierte Signal?

    2. Zu 1.: Der zweite USB 3.0 Anschluss befindet sich vorne.

      Zu 3.: Das werden wir noch ausprobieren bzw. herausfinden 😉

      Zu 4.: Es wäre natürlich cool, wenn man unterschiedliche Profile einstellen kann. Allerdings kannst du, je nach Streaming-URL, das unveränderte Signal „anzapfen“.

  2. Das stimmt schon, es gibt inzwischen viele Funktionen auch in Smart TVs. Ich sehe allerdings den großen Vorteil meier 8000er darin, dass ich alles aufnehmen und extern weiterverarbeiten kann. Plugins wie Autotimer und EPGrefresh machen das Leben schon sehr viel einfacher, wenn man gerne Serien aber keine Werbung schaut.

  3. Ich gebe dir recht, wenn es darum geht einen 50 Euro Baumarkt Receiver durch den Tuner im Fernseher zu ersetzen.
    Aber diejenigen die das Geld für eine Dreambox und andere hochpreisige Modelle ausgeben, die erwarten eben auch etwas mehr.
    Schon alleine durch die relativ offene Platform ist der Eingriff und die Erweiterbarkeit gegenüber einem proprietären System eines Fernsehherstellers doch schon fast nicht mit Geld aufzuwiegen.

    Wer natürlich mit seinem Receiver nur Fernsehen möchte, für den ist die Investition in eine Dreambox und generell in einen externen Receiver vielleicht zu hoch.

    Übrigens hat Dream Multimedia vor zwei oder drei Jahren auch mal steckbare Tuner für Fernseher vorgestellt – keine Ahnung was daraus geworden ist.

  4. Erinnert mich doch alles an die Gigablue Quad, aber 300€ teurer. Da muss schon die Software überzeugen, den ansonsten werden noch mehr Käufer zu Vu+ und Gigablue abwandern.

    Wo bleibt eigentlich Goliath?

  5. @Andreas: Soweit ich gelesen habe, läuft HbbTV auch auf der 7080er nicht so rund (z.B. Von Das Erste), wie es derzeit bei aktuellen Smart TVs der Fall ist.

    Bin hier auf Tests von mmtux gespannt.

    Die Transcoding Funktion kennt man auch von Konkurrenzgeräten, sollte diese aber wirklich perfekt funktionieren, wäre das interessant. Kann man die gewüschte Bitrate für Betrieb unterwegs aufs Smartfon einstellen? Ich hab mit VDSL 25 max. 5 Mbit Upload.

    Und mmtux, sofern Du bereit bist, dazu etwas zu sagen, aber ist das jetzt eine Testbox, die Du nach ein paar Wochen zurückschicken musst oder ein Kaufgerät?

  6. Sry, aber mein Samsung S5 hat mehr Power und die verbaute Hardware als Neuheit bzw ’setzt neue Standards‘ zu preisen ist auch eher lächerlich, zumal sämtliche ‚Standards‘ älter als 5 Jahre sind. enigma2 ist auch seit Einführung ein Bastelobjekt und Guido van Rossum würde freiwillig zu JAVA konvertieren, wenn er die Entartung und Vergewaltigung von Python in enigma2 sehen täte…

  7. Bisher war nur zu lesen, daß die auf keine WOL-Pakete oder Signale antwortet.
    Ob das der Chip nicht kann oder es nicht implementiert ist, weiß ich aber nicht.

    1. Da bin ich mal gespannt. Finde das eigentlich en wichtiges Kriterium, gerade hinsichtlich Fernwartung und externem Zugrif, ohne die Box im Dauerbetrieb nutzen zu müssen. Wäre für mich en Grund zu einer anderen Box zu greifen.

  8. Ich war damals auch immer ein Dreambox FAN. Gab ja keine Alternative 😉
    Mit der DM7020 und folgenden den unverschämt teuren HD Receivern wechselte ich jedoch auf XTrend.

    Ich kann über die „neuen“ Features nur lachen – das haben Konkurenten wie XTrend bzw. VU schon – und das zum halben Preis!

    Ist vergleichbar mit Android und Apple – die Features jedes neuen iPhones sind nichts neues – aber die Leute zahlen gerne den doppelten Preis.

    Meine Meinung.

  9. Ich sehe es ähnlich: inzwischen haben die Konkurrenten wie VU usw. die Dreambox in fast allen Bereichen überholt. Das Geld was die Dreambox an Aufpreis kostet spare ich mir lieber.

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