telly’mote: Dreambox aus dem iPhone-Sperrbildschirm fernsteuern

Mit telly’mote gibt es eine sehr umfangreiche iOS-App, die eine große Anzahl an Funktionen zur Verwaltung und Fernsteuerung von Dreamboxen mitbringt. Eine absolute Besonderheit und eines der herausstechenden Merkmalen ist dabei das Fernsteuerungs-Widget, das in die Mitteilungszentrale und Sperrbildschirm von iOS integriert werden kann und einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen anbietet. Es gibt jedoch noch weitere Besonderheiten, die nur diese App zu bieten hat! 


Werbung


Apps zur Verwaltung und Fernsteuerung von Dreamboxen haben in der Community mittlerweile eine große Tradition — die Auswahl ist groß und die meisten Apps haben auch ein Alleinstellungsmerkmal (siehe iOS– und Android-Kategorie des Blogs).

In diesem Artikel möchten wir telly’mote vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine App, die vor ziemlich genau einem Jahr zwar klein im App Store gestartet hat, aber nach mittlerweile 20 Updates einen sehr umfangreichen Funktionsumfang anbieten kann.

Wichtige Funktionen im Überblick

Zunächst fasst telly’mote alle wichtigen Funktionen im so genannten „Kontrollzentrum“ zusammen.

controlcenter

controlcenter-zap

Diese Standardansicht gibt zunächst eine Übersicht über das aktuell laufende Programm des auf der Dreambox aktiven Senders. Dazu werden die Programminformationen direkt von der Dreambox abgerufen und in einer Übersicht angezeigt (Screenshot links). Zu jedem Programm in der Übersicht können auch erweiterte Informationen abgerufen werden.

Im Kontrollzentrum gibt es auch die Möglichkeit, das Programm anzuhalten und wieder fortzusetzen, vor und zurück zu spulen sowie die Lautstärke anzupassen. Über den Menüpunkt oben Rechts kann die Dreambox ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Neben den Programminformationen werden auch Picons von der Dreambox abgerufen, sofern diese Funktion in den Einstellungen aktiviert wurde. Es lassen sich alle Bouquet-Listen von der Dreambox abrufen — zum Umschalten auf einen neuen Sender muss lediglich auf den Wunschsender geklickt werden (Screenshot rechts).

Es ist mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr, mehrere Dreamboxen im Haushalt zu haben. Diesen Umstand unterstützt telly’mote: Es können bis zu vier Receiver gleichzeitig mit der App verwaltet werden. In den Einstellungen zu telly’mote kann zu jedem Receiver zusätzlich auch eine externe Adresse (DynDNS oder VPN) konfiguriert werden. Sofern das iPhone nicht mit dem internen Netzwerk über WLAN verbunden ist, wird zum Verbindungsaufbau dann automatisch auf die DynDNS-Addresse ausgewichen — auch zum Streamen.

Widget zur Fernsteuerung

Ein ganz besonderes Feature und gleichzeitig auch eines der Alleinstellungsmerkmale ist das iOS-Widget zur Fernsteuerung, das seit der neusten Version zur Verfügung steht und sowohl zur Mitteilungszentrale als auch zum Sperrbildschirm des iPhones hinzugefügt werden kann. Das besondere an der Mitteilungszentrale ist, dass sie jederzeit durch Wischen von oben nach unten des Bildschirms geöffnet werden kann, unabhängig von der gerade auf dem iPhone aktiven App.

widget

Das Widget bietet eine ideale Möglichkeit, alle wichtigen und praktischen Funktionen auf die Schnelle abzurufen. Dazu gehören das Ein- und Ausschalten der Dreambox, Vor- und Zurückspulen, Aufnahme, Start/Stop und Lautlos. Zudem befindet sich hier auch eine Verknüpfung zur App, die hierdurch ohne Umwege oder Suchen geöffnet werden kann.

Alphanumerisches Keyboard und Fernbedienung

Vom Widget springen wir direkt zum nächsten  Alleinstellungsmerkmal. Ursprünglich hat telly’mote als einfache Fernbedienung für das iPhone angefangen. Im Gegensatz zu anderen Apps wurde hier weniger auf die optisch detailgetreue Nachbildung der Fernbedienung wert gelegt. Stattdessen stand die Funktionalität und Einfachheit der Bedienung im Vordergrund.

keyboard

remotecontrol

Wie auf dem obigen Screenshot (rechts) zusehen ist, verfügt die Fernbedienung über große Tasten, die Problemlos mit dem Daumen „getroffen“ werden können. Alle von der Dreambox-Fernbedienung bekannten Tasten sind auch hier natürlich dabei. Besonders praktisch ist auch, dass unabhängig von der genutzten Dreambox, immer das erweiterte Layout der Fernbedienung genutzt wird — auch für Dreamboxen, zu deren Lieferumfang nur eine kleine Fernbedienung gehörte.

Die Fernbedienung stellt eine der Kernfunktionen von telly’mote dar — und diese wurde mittlerweile noch weiter ausgebaut. Denn neben der vorgestellten Fernbedienung gibt es auch die Möglichkeit, ein alphanumerisches Keyboard zu nutzen!

Insbesondere seit die neue Dreambox-Generation vorgestellt wurde, wird das Browsen über den Fernseher immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Dazu gehört auch das Eintippen teilweise langer URLs. Auch wenn die Suche bspw. nach bestimmten YouTube-Videos oder in einen der Mediatheken bemüht wird, muss teilweise ein längerer Suchbegriff eingegeben werden. Über die normale Fernbedienung kann dies etwas mühsam und langwierig sein.

Mit telly’mote gehört das aber der Vergangenheit an: In der Fernbedienung kann das iOS-Keyboard aktiviert werden (über das Tastatursymbol ganz oben in der Fernbedienung) und Suchbegriffe so bequem und schnell eingegeben werden. Jede Tasteneingabe wird in Echtzeit an die Dreambox übertragen!

EPG und Programmvorschau offline verfügbar

epg2epg-tmdb

 

 

Das besondere an den Programminformationen, die direkt von der Dreambox abgerufen werden, ist, dass diese offline verfügbar bleiben und automatisch mit der Dreambox im Hintergrund synchronisiert werden.

Um die Planung des Fernsehabends zu erleichtern, bietet telly’mote auch eine schnelle Navigation zu einem bestimmten Zeitpunkt, beispielsweise zur Primetime um 20.15 Uhr.

Eine Suchfunktion, um nach bestimmten Sendungen innerhalb eines Bouquets zu suchen, ist auch vorhanden.

Timer: Auswahl zwischen SD und HD

Natürlich darf in der App auch die Möglichkeit nicht fehlen, Timer zu programmieren. Ein sehr praktisches Feature hierbei ist, dass bei der Programmierung eines Timers ausgewählt werden kann, ob in SD oder HD aufgenommen werden soll.

timerEs wird dann entsprechend der Auswahl entweder der SD- oder zugehörige HD-Sender eingestellt. Zudem lassen sich natürlich auch der Aufnahmeordner sowie die Start- und Endzeit der Aufnahme anpassen.

Streaming vom Live-TV und Aufnahmen

Mittlerweile gehört das Streamen von TV-Programmen und Aufnahmen von der Dreambox auf ein Smartphone oder Tablet zum Standardumfang einer App. In der Regel wird für das Streamen jedoch eine externe App benötigt (z.B. VLC), um das Video auf dem Gerät ausgeben zu können. Mit telly’mote gibt es jedoch, zumindest in der Ultimate-Version, ein integriertes Streaming — VLC oder andere Apps werden nicht benötigt.

Wer die Ultimate-Version nicht möchte, muss auf Streaming jedoch nicht verzichten. Dieses klappt über Drittanbieterapps auch in der kostenlosen Version von telly’mote.

Neben dem TV-Programm können über die App auch Aufnahmen der Dreambox abgerufen werden. Hierzu legt telly’mote intern eine Datenbank an, die regelmäßig mit der Dreambox synchronisiert. Zudem ist die Zugriffszeit auf Aufnahmen deutlich schneller: Durch die Datenbank sind diese sofort verfügbar, die Festplatten der Dreambox oder des NAS müssen nicht erst hochgefahren werden.

videos

videos-filter

Erweiterte Informationen werden zudem von TheMovieDatabase (TMDb) heruntergeladen — dazu zählen auch Covers und ausführliche Beschreibungen.

Zudem können alle Aufnahmen nach einem bestimmten Tag gefiltert werden (in Zukunft wird auch das Filtern nach Aufnahmedatum möglich sein). Tags sowie Titel der Aufnahmen lassen sich direkt über die App editieren, was es ziemlich angenehm macht, ein wenig Ordnung in der eigenen Aufnahmesammlung zu schaffen. Aufnahmen lassen sich auch direkt aus einem Timer starten — das spart die Suche nach einer abgeschlossenen Aufnahme und bietet eine Art Schnellzugriff an.

Download und Installation über den AppStore

Ähnlich wie bei anderen iOS-Apps für die Dreambox, kann telly’mote ausschließlich über den AppStore bezogen werden.

Die App wird in vier Varianten angeboten: Eine kostenlose Version, Basic, Professional und Ultimate. Der Funktionsumfang unterscheiden sich dabei wie folgt:

Basic. Zugriff auf die Dreambox über das mobile Datennetz, EPG wird im Hintergrund synchronisiert, Hinzufügen von ZAP-Timern, Picon Support, Wechseln der Audiospur, Aufnahmen nach Tags filtern, Integration von TheMovieDatabase, Widget (nur mit iOS 8), dunkler Skin (nur mit iOS 8).

Professional. Alle Features der Basic-Version, bis zu vier Receiver, Video Titel und Tags editieren, alphanumerisches Keyboard.

Ultimate. Alle Features der Professional-Version, integrierter Streaming Client, alle zukünftigen Updates und Features kostenlos, Zugang zu Vorschaufunktionen vor dem offiziellen Release.

Alle drei kostenpflichtigen Versionen können über In-App-Käufe erworben werden. Die Kosten belaufen sich dabei wie folgt: Die Basic-Variante kostet 1,99 Euro, Professional 2,99 Euro und Ultimate schlägt mit 6,99 Euro zu Buche.

Es besteht dabei die Möglichkeit, beispielsweise von Basic auf Professional und anschließend auf Ultimate aufzurüsten. Die In-App-Käufe sind dabei so eingestellt, das insgesamt nie mehr als 6,99 Euro bezahlt werden muss — auch wenn die Updates nacheinander gekauft werden.

Fazit

Bei telly’mote handelt es sich um eine klasse App zur Fernsteuerung der Dreambox. Sie bietet einen sehr umfangreichen Funktionsumfang, der zudem ständig erweitert wird — 20 Updates innerhalb eines Jahres sprechen für sich. Wie uns der Entwickler bestätigt hat, befindet sich die App aktiv in der Entwicklung und wird ständig auf neue iOS-Versionen aktualisiert (wie beispielsweise mit dem dunklen Skin und dem Widget für iOS 8 geschehen ist). Es ist daher davon auszugehen, dass auch in Zukunft eine Reihe an neuen Funktionen und Updates in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden.

Da die Grundversion kostenlos ist, lässt sich die App zudem risikofrei und ohne großen Aufwand mit der Dreambox (oder einem Engima2-basierenden Receiver) ausprobieren.

Telly’mote kann direkt über den AppStore bezogen werden. Support und weitere Informationen gibt es zudem im IhaD-Board.

An dieser Stelle möchten wir uns auch für die zahlreichen Themen-Vorschläge zu telly’mote bedanken! Ein besonderer Dank geht auch an Uli, den Entwickler von telly’mote — er hat uns mit zahlreichen Informationen und einer Vorabversion unterstützt!

Ähnliche Beiträge:



Werbung

7 Gedanken zu „telly’mote: Dreambox aus dem iPhone-Sperrbildschirm fernsteuern“

  1. Sieht ganz nett aus.
    Das interne Streaming funktioniert bei mir allerdings nicht. Nach kurzer Zeit erhalte ich die Fehlermeldung, vlc://Box-IP/…
    kann nicht abgespielt werden.

    Und Timer kann ich auch nicht erstellen, was ich schon ziemlich mau finde…
    (ginge natürlich, wenn die Privaten ihre EPG-Daten nicht nur für 4 Tage zur Verfügung stellten)

    (Ultimate Edition)

  2. Die Fehlermeldung mit der mit vlc:// beginnenden URL deutet eher daraufhin, dass das interne Streaming gar nicht aktiviert war, sondern versucht wurde, extern mit VLC zu streamen, nur dass VLC anscheinend gar nicht installiert ist. Sehr wahrscheinlich hat Frank die entsprechende Einstellung selbst inzwischen gefunden.

    Falls es Probleme oder Fragen zur App gibt, geht der Support, wie im Artikel oben geschrieben, am besten über das IhaD Board.

    Zum zweiten Problem mit den Timern: telly‘mote kann, und das kann natürlich eine Einschränkung sein, tatsächlich nur Timer zu Sendungen anlegen und verwalten, die einen EPG-Bezug haben. Nun wird eigentlich nichts ohne EPG gesendet. Und die meisten Sender liefern EPG für 6-7 Tage im voraus. Ich persönlich habe in 5 Jahren mit der Dreambox noch nie einen einzigen Timer ohne EPG-Bezug angelegt, und brauche diese Funktion definitiv nicht. Auch über die Boards kam bisher keine Anfrage in dieser Richtung. Dass Frank aber alle Timer immer ohne EPG anlegt, schein schon etwas ungewöhnlich zu sein.

    Aber natürlich könnte so eine Erweiterung ins Programm noch eingebaut werden, sofern denn eine Nachfrage besteht.

    Andererseits könnte man das aber auch sein lassen, und die Zeit vielleicht nutzen, um etwas anderes zu bauen, was das selbe leistet, aber viel praktischer ist. Wenn ich Timer sehr weit im Voraus setzen will, z.B. um eine bestimmte Serie nicht zu verpassen, dann macht es vielleicht mehr Sinn, sich mit AutoTimern zu beschäftigen. So würde ich persönlich also eine AutoTimer Unterstützung in telly‘mote viel höher priorisieren. Auch das Einbeziehen von EPG aus externen Quellen wäre bestimmt eine sehr praktische Erweiterung der App.

    1. Hallo Uli,

      vlc ist nicht installiert, weshalb ich in den Einstellungen meiner 1.7.3 Ultimate ja auch das interne Streaming aktiviert habe. 🙂
      Trotzdem erhalte ich diese Fehlermeldung.
      Ich suche mal nach dem IhaD-Forum.

      Natürlich lege ich nicht alle Timer ohne EPG an! Ich bin ja nicht mit der Muffe gepufft. Vor dem Urlaub scheitere ich aber an den Privatsendern, die nur 4 Tage Programm im EPG haben.
      Ich habe aber nichts dagegen, dass Du das mittels externer Quellen oder AutoTimer in den Griff bekommst. Hauptsache, meine Frau hat nach dem Urlaub ihre Sendungen auf der Festplatte.

      Viele Grüße
      Frank

  3. Hallo Frank,
    Alles klar, Dein Post im IhaD Board ist soeben angekommen. Bitte um Verständnis, der Support geht dort einfach besser, weil man auch mal einen Screenshot oder ein Logfile austauschen kann, ggf. auch per PN. Und außerdem müssen wir das Blog hier ja nicht mit Off-Topic-Kommentaren zumüllen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.