Flash-Speicher mit FlashExpander auf ein Netzlaufwerk auslagern

Die neuste Version des FlashExpanders unterstützt das Auslagern des Flash-Speichers auf ein Netzlaufwerk über NFS. Diese Funktion ist vor allem für die DM500 HD interessant, da dort kein USB-Anschluss vorhanden ist. 


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Bekanntlich sind die neusten OE 2.0-Images mit installiertem Browser und HbbTV zu groß für den Flash-Speicher der DM800se und DM500 HD. Bei der DM800se war das aber nie ein großes Problem, denn mit einem USB-Stick konnte der Flash-Speicher schnell und problemlos erweitert werden — große Images und viele installierte PlugIns sind so kein Problem mehr.

Bei der DM500 HD ist das aber nicht ohne weiteres möglich, denn die kleinste HD-Dreambox besitzt nur einen einzigen eSATA- und keinen USB-Anschluss. Wurde hier bereits eine externe Festplatte angeschlossen, so konnte der eSATA-Anschluss auch nicht mehr für das Erweitern des Flash-Speichers genutzt werden.

Eine Möglichkeit war und ist das Nachrüsten eines USB-Anschlusses. Dafür gibt es bereits fertige Lösungen doch alle haben einen sehr großen Nachteil: Es muss die Hauptplatine bearbeitet werden mit der Folge, dass der Garantieanspruch verloren geht.

Um den Flash-Speicher sicher auszulagern, ohne gefährliche Eingriffe in der Hardware vornehmen zu müssen, und ohne den einzigen eSATA-Anschluss zu belegen, kann nun auch die neuste Version des FlashExpanders genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass ein NAS oder Netzwerkserver vorhanden und die Dreambox an das Netzwerk angeschlossen ist. Zudem muss der Netzwerkserver das Freigeben von Verzeichnissen über NFS unterstützen.

Was der FlashExpander genau auslagert und wie das ganze funktioniert, wurde in diesem Artikel bereits ausführlich beschrieben.

Damit das Auslagern über NFS klappt, muss eine Telnet- oder SSH-Verbindung zur Dreambox hergestellt werden. Daher ist dieser Weg nur erfahrenen Nutzern empfohlen, Erfahrungen mit der Konsole sind hier von Vorteil — aber es ist nicht sehr kompliziert.

Die Vorbereitungen sehen vor, dass zunächst ein leeres Verzeichnis erstellt wird, das später dann zum Einbinden des freigegebenen Ordners der NAS genutzt wird. Daher sollte natürlich als allererstes eine NFS-Freigabe im Netzwerkserver erstellt werden. Nachdem das leere Verzeichnis erstellt wurde geht es nämlich schon direkt an das Einbinden des Ordners. Wie das Erstellen des Verzeichnisses und das Einbinden genau geht, ist hier ausführlich beschrieben. Der Teil „NFS-Freigabe erstellen“ unterscheidet sich je nach Netzwerkserver. Wenn es aber an das Mounten der NFS-Freigabe geht, können die Befehle kopiert werden — aber nur mit Anpassungen der IP und das Pfades zum Server und der dort vorhandenen Freigabe. Alle anderen im Befehl vorhandenen Parameter dürfen aber nicht verändert werden.

Das Einbinden des Netzlaufwerks ist auch schon der komplizierteste Teil. Alles was danach kommt, unterscheidet sich nicht mehr zum „normalen“ Benutzen des FlashExpanders mit einem USB-Stick. Wie das genau geht ist ebenfalls im Gemini-Wiki sowie in diesem Artikel genauer beschrieben.

Wenn die NFS-Freigabe erfolgreich eingebunden wurde, erscheint dieses Netzlaufwerk bei der Geräte-Auswahl und kann dort, wie ein USB-Stick auch, einfach ausgewählt werden.

Damit das Erweitern des Flash-Speichers auf ein Netzlaufwerk auch funktioniert, müssen ein paar Sachen beachtet werden. Sowohl das Netzlaufwerk als auch die Dreambox sollten aus Performancegründen im gleichen lokalen Netzwerk über ein LAN-Kabel verbunden sein. Insbesondere WLAN ist für solche Zwecke nicht geeignet. Zudem muss der Netzwerkserver natürlich immer dann laufen, wenn auch die Dreambox eingeschaltet ist — der Netzwerkserver muss bereits beim Bootvorgang der Dreambox verfügbar und ansprechbar sein.

Falls der Netzwerkserver mal nicht verfügbar sein sollte, passiert das gleiche, wie wenn der USB-Stick einfach abgezogen wird: Die Dreambox befindet sich in dem Zustand, der vor der Flash-Erweiterung herrschte. Alle nach der Flash-Erweiterung installierten PlugIns, Skins und andere Dinge sind dann nicht da.

Wer eine Dreambox mit USB-Anschluss hat, sollte die klassische Variante nehmen und den Flash-Speicher über USB, eSATA oder CF erweitern, da dies sicherlich stabiler ist. Für die DM500 HD ist das Auslagern über NFS aber eine super Alternative und sicherlich besser als das riskante Nachrüsten eines USB-Anschlusses.

Der FlashExpander kann mittlerweile auf jedem OE 2.0-Image über den Software-Manager installiert werden — auch auf den experimentellen Images von Dream! Eine manuelle Installation ist so nicht mehr nötig und Updates gelangen zusamen mit den anderen Aktualisierungen automatisch auf die Box.

Weitere Informationen zum FlashExpander gibt es im IhaD-Board. Im Gemini-Wiki gibt es zudem auch eine sehr ausführliche Installationsanleitung, mit der eigentlich nichts schief gehen kann.

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4 Gedanken zu „Flash-Speicher mit FlashExpander auf ein Netzlaufwerk auslagern“

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