Dumbo zum Booten von USB für das OE 2.0 veröffentlicht

Seit einiger Zeit gab es bereits eine Testversion, jetzt wurde Dumbo endlich offiziell für die OE 2.0-Images veröffentlicht. Dem sauberen Booten von USB steht nun auch auf den neuen Images nichts mehr im Weg.


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Wobei es sich bei Dumbo genau handelt, ist eigentlich schnell erklärt. Es ist eines von Gutemines berühmten Tools zum Starten eines Images von einem externen Speichermedium, bei dem es sich entweder um ein USB-Stick oder ein eSATA-Stick handeln kann. Dumbo übernimmt dabei den gesamten Prozess der Auslagerung, inklusive aller nötigen Anpassungen, die im Image vorgenommen werden müssen. Ganz automatisiert läuft das ganze allerdings nicht ab, im Bios der Dreambox (das übrigens ganz bequem über Telnet erreichbar ist, während sich die Dreambox im Stop-Modus befindet) muss manuell eine kleine Anpassung vorgenommen werden.

Anschließend startet die Dreambox das komplette von USB, unabhängig von dem im Flash installierten Image. Das ist beispielsweise bei BarryAllen, einem Multiboot-Tool, nicht der Fall. Daher sollte Dumbo auch die erste Wahl sein, sofern es nur um das Auslagern des Images geht, um den freien Speicher damit zu vergrößern.

Im Dreambox-Blog gab es bereits mehrere Artikel über Dumbo und die Funktionsweise. Wer eine DM8000 besitzt sollte die Möglichkeit in Betracht ziehen, das Image auf einen eSATA-SSD-Stick auszulagern, der im Inneren der DM8000 Platz findet. Neben mehr Platz für das Image gibt es auch einen Geschwindigkeitsschub. Einen ausführlichen Artikel darüber gibt es hier.

Bei der Auslagerung auf einen USB-Stick wäre es auch empfehlenswert, das initramfs-Feature zu nutzen. Das sorgt dafür, dass immer der richtige USB-Stick zum Booten erkannt und ausgewählt wird, auch wenn dieser mal an einen anderen USB-Anschluss gesteckt oder ein weiterer USB-Stick angesteckt wird. Um was es sich dabei genau handelt, wurde bereits hier ausführlich erläutert.

Damit das initramfs-Feature auch mit einem OE 2.0-Image klappt, muss das OoZooN-Image im Flash genutzt werden. Wichtig hierbei ist, dass auch wirklich das OE 2.0-Image von OoZooN genutzt wird. Denn mit dem neuen Dumbo können die neuen OE 2.0-Images nur dann vom USB-Stick gestartet werden, wenn sich auch ein solches Image im Flash befindet. Zudem hat das OoZooN-Image bereits alles nötige für initramfs an Bord, sodass die Option nach der Installation von Dumbo gefahrlos in den Dumbo-Einstellungen aktiviert werden kann.

Die Installation und Konfiguration hat sich mit dem neuen Dumbo-Release nicht geändert und entspricht vollständig dem Verlauf der alten Versionen. Daher möchte ich auch hier auf diesen Artikel und diesen Eintrag im Gemini-Wiki verweisen. Dort wird die Installation und Konfiguration von Dumbo Schritt für Schritt für jedes Dreambox-Modell beschrieben, inklusive der nötigen Anpassungen im Bios. So kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Ein wichtiger Punkt bei den OE 2.0-Images ist, dass der USB-Stick bzw. das externe Speichermedium, von dem das Image gestartet werden soll, unbedingt bereits unter einem OE 2.0-Image initialisiert werden sollte. Auf diese Weise wird das Speichermedium im ext4-Dateisystem formatiert (das mit den alten Images und dem alten Kernel noch nicht möglich war). So wird gleichzeitig auch eine weitere Voraussetzung, die Dumbo an das Speichermedium stellt, erfüllt.

Sollte es mit Dumbo dennoch Probleme geben, beispielsweise weil die Dreambox einfach nicht vom externen Speichermedium booten möchte, empfiehlt es sich grundsätzlich immer, einen anderen USB-Stick auszuprobieren. Manchmal kann es sein, dass bestimmte Sticks zu lange brauchen, um von der Dreambox erkannt zu werden oder aus anderen Gründen sich nicht zum Booten eignen.

Also nochmal zusammengefasst die wichtigsten Punkte, die beachtet werden sollten, um Dumbo mit den neuen OE 2.0-Images zum Laufen zu bekommen:

  • Ein aktuelles OE 2.0-Image in den Flash installieren (um initramfs nutzen zu können muss es das OoZooN-Image sein, ansonsten geht auch jedes andere OE 2.0-Image)
  • Das Speichermedium, von welchem gestartet werden soll, mit einem OE 2.0-Image initialisieren, damit dieses in ext4 formatiert ist
  • Die nötigen Anpassungen im Bios vornehmen

Weitere Infos zu Dumbo und das nötige Installationspaket gibt es im IhaD-Board, OoZooN-Board und bei dreambox-tools.info.

Es gibt übrigens auch gute alternativen zu Dumbo, um den Flash-Speicher zu vergrößern. Welche das genau sind, wie sie Arbeiten und welche Vor- und Nachteile sie haben, darüber habe ich erst vor kurzem einen Artikel geschrieben: Welches Tool zur Flash-Erweiterung eignet sich am besten?

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6 Gedanken zu „Dumbo zum Booten von USB für das OE 2.0 veröffentlicht“

  1. Vielen Dank für den guten Artikel und auch den Vorgängerartikel mit der Gegenüberstellung der Gutemine – Tools, jetzt sehe ich klarer.
    Dumbo bleibt das Tool der Wahl !!

    Nur eine Frage hab ich, kann ich mit der 2.0-Version im Flash auch alte 1.6-Versionen auf dem USB-Stick betreiben oder muss ich komplett auf 2.0 umsteigen ?

    Dank für den Blog und die super Infos !

    Klempner

  2. Das ist eine gute Frage ob das geht, ich konnte auf die Schnelle keine Infos finden. Bei BarryAllen soll es zwar möglich gewesen sein, wurde aber nicht offiziell unterstützt. Du könntest es einfach mal ausprobieren und uns berichten ob es klappt… 😉

  3. Dumbo 3.0 unterstützt NUR OE 2.0 Images im Flash und auf dem Dumbo stick, genauso wie Dumbo 0.27e NUR OE 1.6 Images unterstützt.

    Allerdings kann man die mit den verschiedenen Versionen und OE’s erstellten sticks beliebig umstecken. Man kann also z.B. nachdem man sich mit Dumbo 3.0 und einem OE 2.0 Images im Flash einen Dumbo stick mit OE 2.0 Image erstellt hat auch wieder ein OE 1.6 Image flashen und der Dumbo stick wird weiterhin booten.

    Was dann aber dann NICHT geht ist das alternierende Booten des Flashimages wenn sich die OE Versionen unterscheiden, man muss dann immer das Dumbo device abstecken um wieder den Flash zu booten!

    PS: die alte 800 ist mit OE 2.0 Images im Dumbo 3.0 (noch) NICHT unterstützt

  4. Ich finde, man sollte hier bei den Berichten zu den ganzen GM Plugins jetzt mal deutlich davor warnen, sie bis auf weiteres zu installieren. Den Andeutungen des Entwicklers nach werden sie bald nicht mehr funkionieren, weil der sich wie ein Kind benimmt…

    Aus meiner Sicht sollte man ab sofort davon absehen, irgendein Plugin von GM zu verwenden, weil einfach nicht absehbar ist, was hier passieren soll.

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