Noad entfernt Werbeblöcke aus Aufzeichnungen automatisch

Werbeblöcke sind bekanntlich eine nervige Sache, vor allem bei Aufnahmen, da aufmerksam durch die Werbung gespult werden muss. Es passiert schnell, dass das Ende der Werbung verpasst wird. Noad schafft hier Abhilfe und markiert Werbeblöcke automatisch. 


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Noad ist ursprünglich ein Linux-Tool, welches aus Video-Dateien automatisch Werbung entfernen kann bzw. genauer gesagt passende Schnittmarken setzt. Diese Schnittmarken können entweder dafür genutzt werden, die Werbung einfach zu überspringen (das geht auf der Dreambox mit den „<“ und „>“ Tasten) oder aber um diese Blöcke einfach direkt zu entfernen. Letzteres ist allerdings nicht empfehlenswert, da die Erkennung der Werbeblöcke nicht immer zu 100 % zuverlässig funktioniert. Noad nutzt hierfür zur Erkennung zum einen das Senderlogo und zum anderen die Audiospur. Genaueres zum Tool gibt es im VDR-Wiki.

Aladin hat sich bereits 2007 daran gemacht, das Tool auf die Dreambox zu portieren — damals noch auf die ebenfalls auf Enigma2 basierende DM7025. Mit dem vor kurzem veröffentlichten Update kann das Tools jetzt auch mit hochauflösendem Material problemlos umgehen.

Noad
Noad

Das praktische an Noad und der Entfernung der Werbeblöcke ist auch, dass der Cutlist-Editor, mit welchem man unter Enigma2 Schnittmarken setzen und bearbeiten kann, ebenfalls an Noad angepasst wurde. Es lassen sich also nach dem automatischen Setzen der Schnittmarken von Noad diese mit dem Culist-Editor problemlos nachbearbeiten, was je nach Genauigkeit der gesetzten Schnittmarken nötig werden kann.

In den Einstellungen von Noad lässt sich übrigens auch einstellen, welche Erkennungsmethoden genutzt werden sollen. Standardmäßig sind alle aktiviert. Da der Rechenaufwand für das Finden der Werbeblöcke ziemlich groß ist, kann man durch das Deaktivieren mancher Optionen etwas Zeit sparen, was gleichzeitig aber auch die Erkennung der Werbeblöcke deutlich verschlechtert. Zudem lassen sich die Berechnungen auch auf einen Linux-Computer im Netzwerk auslagern. Hierfür muss Noad auch auf dem Computer installiert werden.

Die Erkennung der Werbeblöcke kann gut ein paar Stunden dauern. Möchte man die Berechnung nicht auf einen Computer auslagern, gibt es noch ein weiteres Feature: Da die Erkennung erst nach Ende einer Aufnahme erfolgen kann, kann man bei der Erstellung des Timers im „After Event“ einstellen, dass Noad gestartet werden soll. Nach Beendigung der Aufnahme wird das Tool dann automatisch bei laufender Box gestartet und setzt die Schnittmarken.

Getestet habe ich das PlugIn bereits auf einer DM7020 HD. Die Installation ist kein Problem, allerdings ist etwas Handarbeit nötig, vor allem wenn das PlugIn nach der Installation den Dienst versagt. Dann muss noch libbz2 manuell nachinstalliert werden. Wie das genau geht, hat Aladin hier beschrieben.

Zumindest auf der DM7020 HD gibt es während dem Betrieb von Noad keinerlei Leistungseinbußen, auch bei gleichzeitig laufendem (Permanent-) Timeshift. Die Box hat aber durch den Dual-Core-Prozessor (den es bei der DM500HD, DM800se und DM8000 übrigens auch gibt) und vor allem durch den großen RAM genug Ressourcen für so ein leistungshungriges PlugIn.

Alle Informationen zur Installation und Konfiguration gibt es im Dreamboard und im IhaD-Board. Das PlugIn als Download gibt es auf der Homepage von Aladin (einfach nach „Noad“ suchen).

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9 Gedanken zu „Noad entfernt Werbeblöcke aus Aufzeichnungen automatisch“

  1. Funktionert super! Optimal wäre jetzt noch, wenn man einstellen könnte, dass nach jeder Aufnahme, die auf einem Free-TV Kanal durchgeführt wird Noad gestartet wird. Bei Sky Kanälen ist das ja unnötig

  2. Also ich habe ne 7020HD und das dauert und dauert, Stunden, wird nie fertig… Ich beene dann Noad über den Taskmanager…, und das obwohl nur „AC3-Erkennung“ aktiviert ist… Mach ich was falsch?!

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